Agentic Product & Software Development

Vom Signal zum Outcome, ohne dass ein Mensch jeden Schritt anstößt.

Ich setze Agenten im Produkt und in der Arbeit am Produkt ein. Das Ziel sind autonome Signal-to-Outcome-Loops, die triagieren, klären, bauen, prüfen, releasen, beobachten und weiterlernen, ohne für jeden Schritt auf einen Menschen zu warten. Mein eigenes System läuft für die Delivery bereits so; als Nächstes erweitere ich diesen Loop auf das ganze Produkt.

Mein Blick darauf

Der eigentliche Sprung entsteht, wenn Agenten Signale autonom bis zum überprüfbaren Outcome weiterführen und Menschen nicht mehr jeden nächsten Schritt auslösen müssen.

Zwei Veränderungen, ein System

Agenten werden Teil des Produkts und Teil der Arbeit am Produkt.

Fachliche Grundlage für belastbares AI- und ML-Urteil

Mein Zugang zu AI baut auf dem Studium der Kognitiven Informatik auf: Machine Learning, Robotik, AI, Agenten- und Multi-Agent-Systeme, neuronale Netze und die Frage, wie Systeme wahrnehmen, entscheiden und scheitern. Daraus entsteht belastbares Urteil für Architekturgrenzen, Modellgrenzen und realistische Einsatzfelder.

Agenten arbeiten am Produkt und im Produkt

Seit Februar 2023 nutze ich LLMs täglich produktiv. Seit Ende 2025 entsteht der Großteil meiner Implementierung in Agenten-Workflows: Ich kläre Ziel, Kontext und Grenzen, orchestriere Agenten, prüfe Code und Evidenz und behalte Produkt- und Technikverantwortung. Dieselbe Arbeitsweise nutze ich für Produktklärung, Research, Architektur, Tests, Review, Dokumentation und Betrieb sowie für Produkte, in denen agentische Fähigkeiten selbst Teil des Nutzwerts sind.

Engineering-Methode statt Prompt-Magie

User Value und Domänensprache führen. DDD mit Bounded Contexts hält Verantwortung verständlich, TDD schützt Verhalten ohne Ausnahmen. Wegwerfbare Spikes, Prototypen und Grilling Sessions verbrennen Risiko früh, bevor aus Annahmen Architektur wird.

Regeln, Skills, Tools und Artefaktlernen

Agentische Arbeit wird reproduzierbar, wenn Kontexte sauber geschnitten, Regeln explizit, Rechte geklärt und wiederverwendbare Skills und Tools definiert sind. Korrekturen aus Tests, Reviews und Betrieb fließen als prüfbare Änderungen in Regeln, Tests, Dokumentation oder Runbooks zurück.

Kleine Inkremente mit dauerhafter Fortsetzung

Jeder Slice soll einen nutzbaren End-to-End-Pfad liefern. Run-State, Checkpoints, Retries, Observability und klare Wake-up-Bedingungen verhindern, dass Tokenlimits, Sessionwechsel oder ein einzelner Fehler den gesamten Loop stilllegen.

Menschen bleiben wertvoll

Menschen dort, wo ihr Urteil den größten Wert schafft.

Menschen geben Ziele, Domänenevidenz und Regeln vor, ermöglichen neue Werkzeuge, verwahren sensible Zugangsdaten und Schlüssel, korrigieren mit Feedback oder Veto und übernehmen Notfälle. Das System soll diese Beiträge gezielt anfordern, nicht Routinearbeit künstlich auf Freigaben warten lassen. Vorgeschriebene Policy- und Ausnahmefreigaben bleiben erhalten.

Nutzerwert und Domänengrenzen vor Werkzeug- oder Modellauswahl
DDD mit expliziten Bounded Contexts und TDD ohne Ausnahmen
Wegwerfbare Spikes, Prototypen und kritische Prüfrunden für frühes Lernen
Kleinster nützlicher End-to-End-Schritt statt großer Wurf
Dauerhafter Laufzustand, Beobachtbarkeit, Rollback und menschliches Veto

Der agentische Wertstrom

Von echten Signalen bis zum Outcome und wieder zurück.

Signal & Triage

Menschen und Systeme liefern Kunden-, Support-, Markt- und Betriebssignale. Agenten führen gleiche Signale zusammen, priorisieren nach Nutzwert und starten den nächsten zulässigen Schritt.

Problem Brief & Bet

DDD und Bounded Contexts halten Sprache und Verantwortung sauber. Wegwerfbare Spikes, Prototypen und kritische Prüfrunden klären die größte Unsicherheit früh.

Build, Validate, Operate

TDD ohne Ausnahmen, DevSecOps und Beobachtbarkeit laufen in kleinen nutzbaren End-to-End-Inkrementen mit. Ein bestandener Schritt wird erst mit Rollout-, Rollback- und Policy-Evidenz zum Kandidaten für sichere Integration und Betrieb.

Outcome Review & Learning Memory

Dauerhafter Laufzustand, Zwischenstände, Wiederholungen und Aufwachbedingungen überleben Sitzungs- und Tokenlimits. Evidenz fließt als prüfbare Tests, Regeln, Skills und Betriebsanleitungen zurück.

Von der Aufgabe zum Outcome

Sieben Reifestufen, ein prüfbarer Weg.

Das öffentliche Reifegradmodell führt von direkt begleiteten Aufgaben über dauerhafte Workflows und einen regelbasierten Wertstrom bis zu Level 7: einem adaptiven Produktsystem. Dort wählen Agenten innerhalb klarer Ziele, Budgets und Abbruchkriterien begrenzte Probleme und Experimente. Menschen behalten Strategie, Verantwortung und Stopprecht.

Öffentliche Methode, private Umsetzung und kommerzielles Zielbild bleiben bewusst getrennt. So ist der heutige Beleg sichtbar, ohne eine Produktreife zu behaupten, die noch entsteht.

  1. 01 · Public Harness

    Agentic Engineering Harness

    Offene Skills, Verträge, Reifegradmodelle und Prüfungen, mit denen andere ihren eigenen Harness aufbauen können.

  2. 02 · Private Harness

    Konkreter Betrieb über mehrere Repositories

    In meinem eigenen System über ein Dutzend Repositories übernehmen Agenten Aufgaben, bauen test-first, lassen unabhängig prüfen, mergen, deployen und prüfen im Betrieb. Menschen setzen Richtung und Grenzen.

  3. 03 · Richtung

    Level 7: adaptives Produktsystem

    Als Nächstes erweitere ich denselben Loop auf das ganze Produkt: vertrauenswürdige Signale über begrenzte Produktentscheidungen und Experimente zu gemessenen Outcomes und neuen Investitionsentscheidungen. Ich baue das zuerst im eigenen System.

Technisches Zielbild

Anbieterneutral, kostenbewusst und für Menschen sichtbar.

Eigene Steuerungsebene

Git, Issues, Änderungen, Prüfungen und CI bleiben im eigenen privaten System nachvollziehbar. Öffentliche Artefakte können weiterhin auf GitHub leben.

Anbieterneutrale Modellauswahl

Modelle und Anbieter sind austauschbare Adapter. Sie werden nach Schwierigkeit, Risiko, Datenzugriff, Werkzeugbedarf, Evidenz und Kosten gewählt; dieselbe Arbeitsweise läuft mit Claude Code, Codex, Cursor und Gemini CLI.

Dauerhafte Fortsetzung

Das Zielsystem gibt Läufen Zustand, Arbeitszuordnung, Zwischenstände, Wiederholungsregeln und laufenden Abgleich. Eine Pause ohne Signal ist gesund; Arbeit läuft weiter, ohne dass jemand sie neu anstoßen muss.

Für Menschen nachvollziehbar

Das Zielbild macht Signale, Entscheidungen, Evidenz, Kosten, Risiken, Eskalationen und Outcomes für Menschen sichtbar, damit sie jederzeit Kontext, Feedback oder Veto einbringen können.

Praxis und Richtung

Ich baue das aus realer Produktarbeit heraus.

Bei Livable Places habe ich Multi-Agent-Research, lokale Agent Skills und pluginartige Workflows mit Produktklärung, Daten- und ML-Evidenz, Code, Tests, Delivery und Plattformbetrieb verbunden. Als Engineering Director, Agentic AI bei OH-SO Digital geht es seit 09/2026 um genau diese Übersetzung. Korrekturen werden zu überprüfbaren Artefakten und besserem Projektkontext.

Mein öffentliches Agentic Engineering Harness macht diesen Ansatz als Open-Source-Projekt überprüfbar: portable Skills, Repo- und Multi-Repo-Regeln, unabhängige Reviews, versionierte Lernartefakte und klare Eskalationsgrenzen. Das Ziel ist maximale belegbare Autonomie.

Wo das Wert schafft

Für Produkte und Teams, die Agenten vom Nutzwert bis zum Betrieb ernst nehmen.

Wir können bei einem konkreten Produktproblem, einem Engpass im Delivery-Flow oder dem nächsten sinnvollen Autonomieschritt beginnen. Wichtig ist, dass wir Nutzwert, Verantwortung, Qualität und Betrieb gemeinsam gestalten.